Interview mit Klaas Slootweg, Veranstalter des Hillegoms Muziekfeest (Musikfestival)
Wir haben mit Klaas Slootweg, dem Organisator des Hillegoms Muziekfeest, über sein Event, die Corona-Zeit und seine Erfahrung mit Veranstaltungsversicherungen gesprochen.
Erzählen Sie uns etwas über das Event. Welche Art von Veranstaltung ist das genau?
Das Hillegoms Muziekfeest ist ein Dorffest in Hillegom mit niederländischsprachiger Musik. Seit 2000 findet es in einem Park umringt von Bäumen und mit bezaubernder Beleuchtung im Herzen von Hillegom statt. Die Atmosphäre hier ist etwas ganz Besonderes. Und es ist ein klassisches Dorffest. 5000 Besucherinnen und Besucher empfängt das Festival jährlich. Die ersten 500 Leute vorne an der Bühne fiebern richtig mit und der Rest genießt einfach die Stimmung vor Ort. Geselligkeit wird hier ganz großgeschrieben und es gibt Bier, Bier und noch mehr Bier.
Wie hat alles angefangen?
2000 hat alles als Chorveranstaltung angefangen Verschiedene Chöre sind damals aufgetreten – beispielsweise Shanty-Chöre und ein Frauenchor. Das hat uns gut gefallen, doch irgendwas hat gefehlt. Damals hatten wir vielleicht ein paar 100 Besucherinnen und Besucher. Nach ein paar Jahren haben wir dann entschlossen, das Ganze zu einem Festival zu machen, bei dem sich alles um niederländischsprachige Musik dreht. Fast alle großen Stars der niederländischen Musikszene sind schon bei uns aufgetreten. Damals hat man es liebevoll das Schnulzenfestival genannt. Im Laufe der Jahre haben wir es immer weiter professionalisiert und machen das auch bis heute so.
Ist es ein Bezahlevent?
Ja, das Event kostet eine stolze Summe in Höhe von 180.000 € – das kann man nicht einfach über Sponsorengelder abfedern. Angefangen hat alles aber als kostenloses Event. Wir haben dann mit Eintrittskarten zu einem Preis von 5 € begonnen, welche im Laufe der Zeit immer etwas teurer wurden. Alles wurde irgendwann furchtbar teuer. Unsere Kosten sind auch nicht ohne, beispielsweise Kosten für Sicherheit und auch für Versicherungen.
Stoßen Sie noch auf andere Herausforderungen?
Wir müssen uns beispielsweise natürlich auch an Vorschriften halten und diese werden nicht gerade lockerer Die Anforderungen werden immer strenger. Man muss sich mit so vielen Beteiligten absprechen, beispielsweise mit der Polizei, der Feuerwehr, Ersthelfern, der Gemeinde und dem Umweltamt. Und natürlich gibt es bei der Polizei und Feuerwehr gravierende Personalmängel. Man muss also wirklich genug Sicherheitsleute vor Ort haben, weil die Polizei mir nichts, dir nichts einfach sagen kann „wir können leider nicht mehr kommen“. Das macht es nicht gerade einfacher.
Und manchmal stellen sie sich besonders schwierig an. Beispielsweise hatten wir einmal einen kleinen Schreibfehler in einem Genehmigungsantrag. Da sollte eigentlich stehen „Stichprobenprüfung bei Taschen“, doch dort stand „Stichprobenprüfung bei Rassen“, da man das niederländische ‚ras‘ und ‚tas‘ schnell verwechselt. Jemand bei der Gemeinde hat zu Recht gesagt, dass das absolut nicht in Ordnung ist. Das war uns klar, doch es war wirklich einfach nur ein doofer Schreibfehler.
Wie haben Sie es durch die Corona-Zeit geschafft?
2020 ging alles erstmal seinen gewohnten Gang. Wir haben uns zu Beginn des Jahres mit Vorbereitungen beschäftigt und im März haben wir gehört, dass das Festival nicht stattfinden kann. Glücklicherweise konnten wir dann unsere Versicherung bei Ihnen in Anspruch nehmen. Und – das ist kein Vorwurf – ich habe beim Gespräch den Eindruck bekommen, dass wir gegen fast alles versichert waren, eine wirklich vollständige Versicherung von A bis Z, doch dann hat sich herausgestellt, dass einige Kosten gar nicht gedeckt waren. Das war aber auch mein Fehler, weil ich nicht genau ins Kleingedruckte geschaut habe. Aber unterm Strich bin ich zufrieden.
Und ja, Pandemien werden ab jetzt nicht mehr von Versicherungen gedeckt. Da tun sich bei mir ein paar Fragen auf. Wenn ein Flugzeug im Park abstürzt, sind wir versichert, wenn aber eine Pandemie ausbricht, sind wir es nicht. Den Unterschied muss mir einer einmal erklären.
Flugzeugabstürze sind natürlich eine Seltenheit. Da diese nur äußerst selten passieren, können Versicherer dieses Risiko eingehen. Aber bei einer Pandemie gerät wirklich alles durcheinander und jeder trägt einen Schaden davon. Das können sich Versicherer nicht leisten.
Ja, ich kann das nachvollziehen, niemand hat jemals daran gedacht, dass so etwas passieren kann.
Wie dem auch sei, 2020 haben wir uns dann für 2021 vorbereitet. Glücklicherweise konnten wir mit dem Management des Line-ups vereinbaren, das Festival aufs nächste Jahr zu verschieben, wenn es zu einer Notsituation kommt, auf die wir keinen Einfluss haben. Alles hat wunderbar funktioniert. Aber ja, man bleibt natürlich trotzdem auf Kosten sitzen. Für 2021 haben wir keine Versicherung abgeschlossen, diese Kosten haben wir dann selbst übernommen. Und in diesem Jahr haben wir uns wieder an Sie für eine Versicherung gewandt.
Wie sind Sie bei Klap No Risk gelandet?
Durch Mundpropaganda – jemand fragte mich, wo ich versichert bin. Wir waren zunächst bei Interpolis versichert, da wir auch ein Bankkonto bei der Rabobank hatten. Der Berater sagte dann: „Bei Klap No Risk wären Sie mit Ihrer Versicherung besser beraten, da sie sich auf die Eventbranche spezialisiert haben und sich da wirklich auskennen. Haben Sie sich die Konditionen bei Interpolis einmal durchgelesen?“ Das habe ich natürlich nicht getan, und einfach gedacht, dass das so schon passt. Dann bin ich aber zu Ihnen gewechselt – das war eine richtig gute Entscheidung und deshalb werde ich auch bei Ihnen bleiben. Das war 2020, als es der Branche so richtig schlecht ging. Ich will ehrlich sein: Ich bin froh, dass wir rechtzeitig gewechselt haben.
Wie läuft es bei Ihnen ab, wenn Sie eine Versicherung abschließen wollen? Wissen Sie selbst, was Sie versichern müssen, oder fragen Sie nach Rat?
Nein, ich nutze das Online-Antragsverfahren und gebe an, was ich versichern lassen möchte – das funktioniert wunderbar für uns. Mir wird die Prämie angezeigt und die Steuer für die Versicherung – so einfach funktioniert das. Oft lässt sich auch die Kettenhaftung nutzen, da jede Partei, mit der wir zusammenarbeiten, eine eigene Haftpflichtversicherung hat. Wir arbeiten nur mit seriösen Unternehmen zusammen und fragen daher stets, ob sie auch versichert sind.
Das Online-Antragsverfahren auf unserer Website wurde von Grund auf überarbeitet und verbessert. Haben Sie es schon benutzt?
Nein, ich habe die Versicherung vor einigen Monaten abgeschlossen und dementsprechend die neueste Version noch nicht benutzt. Ich werde es auf jeden Fall wieder nutzen, wenn ich eine Versicherung für den örtlichen Sinterklaas-Umzug abschließe.