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So bleibt ein lokales Event bei extremer Hitze sicher

Heleen Versicherungen No Risk 3 min

Gutes Wetter ist für ein Stadtfest, einen Markt oder ein Nachbarschaftsfest natürlich ideal. Doch wenn die Temperaturen plötzlich auf 30 Grad Celsius oder mehr steigen, können Straßen zu heißen Korridoren werden und ein Platz fühlt sich schnell wie eine Grillplatte an. Gerade kleinere Veranstaltungen arbeiten oft mit Freiwilligen, temporärer Stromversorgung und einem begrenzten Budget. Für unerwartete Zusatzkosten bleibt dann wenig Spielraum. Extreme Hitze verlangt deshalb eine gute Vorbereitung und klare Entscheidungen.

Anpassungen beim Aufbau und auf dem Veranstaltungsgelände

Absperrgitter, Bühnenteile und Bar-Equipment in der größten Hitze des Tages zu bewegen, ist keine gute Idee. Planen Sie die schwersten Aufbauarbeiten möglichst für den frühen Morgen. Achten Sie beim Aufbau von Festzelten und Überdachungen auf ausreichend Belüftung; geschlossene Zelte können sich innerhalb einer halben Stunde stark aufheizen.
Denken Sie auch an Ihre Technik. Stellen Sie Generatoren, Kühlzellen oder Stromverteiler nicht direkt auf heißen Asphalt in die pralle Sonne. Platzieren Sie das Equipment erhöht, im Schatten und sorgen Sie dafür, dass Lüftungsgitter frei bleiben. Eine überhitzte Sicherung oder eine ausfallende Kühlzelle kann die Veranstaltung schnell zum Stillstand bringen. Besprechen Sie mit Ihrem Lieferanten, welche zusätzlichen Maßnahmen möglich oder sogar notwendig sind, um das Material zu schützen.

Wasser und Schatten vor Ort organisieren

Kleinere Außenflächen verfügen nicht immer über ausreichend feste Wasseranschlüsse. Stimmen Sie sich deshalb rechtzeitig mit der Gemeinde oder dem lokalen Wasserversorger ab, um einen temporären Trinkwasseranschluss einzurichten. Sorgen Sie für eine gut sichtbare Stelle auf dem Gelände, an der Besucherinnen und Besucher ihre Flaschen kostenlos auffüllen können.

Schaffen Sie genügend Schatten an Orten, an denen Menschen länger stehen bleiben, zum Beispiel an der Kasse, beim Sanitätsposten oder vor der Bühne. Einfache Sonnensegel oder Schirme können für wartende Besucherinnen und Besucher bereits einen großen Unterschied machen.

Freiwillige und Crew im Blick behalten

Lokale Veranstaltungen leben vom Einsatz der Freiwilligen. Hinter einer heißen Fritteuse oder an einer gut besuchten Bar können die Temperaturen schnell steigen. Planen Sie kürzere Schichten ein und lassen Sie die Crew an der Bar regelmäßig rotieren.

Stellen Sie sicher, dass an jedem Posten genügend gekühltes Wasser und isotonische Getränke verfügbar sind. Bieten Sie neben Wasser auch salzige Snacks an, um den Salzverlust durch Schwitzen auszugleichen. Benennen Sie eine verantwortliche Person, die aktiv darauf achtet, dass Freiwillige genug trinken und rechtzeitig Pausen an einem kühlen Ort einlegen.

Klare Kommunikation für Besucherinnen und Besucher

Informieren Sie das Publikum im Vorfeld über Lokalzeitung, Flyer und soziale Medien. Empfehlen Sie den Besucherinnen und Besuchern, Sonnencreme, eine Kopfbedeckung und eine wiederbefüllbare Trinkflasche mitzubringen. Stellen Sie am Eingang große Spender mit Sonnencreme bereit. So verhindern Sie, dass Sanitätsteams vor allem mit Sonnenbrand oder hitzebedingten Beschwerden beschäftigt sind.

Bleiben Sie zum Schluss in engem Kontakt mit den lokalen Behörden und Rettungsdiensten, um gemeinsam einzuschätzen, ob die Veranstaltung noch verantwortungsvoll stattfinden kann. So unangenehm diese Entscheidung auch sein mag: Verletzungen und die daraus entstehenden Haftungsfragen sollten Sie jederzeit vermeiden.

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